
|
|
In seinem Buch "dunya insani" (Der Weltmenschverein) beschreibt Zeki am Ende des letzten Kapitels seine Vision vom friedlichen Zusammenleben der Menschen in der Zukunft. Wir teilen seine Vision und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft aller Menschen auf der Erde: In Frieden, und ohne Zäune in Gedanken und Taten.
1. Welt-Glaube Viele Religionen und Sekten neigen zu Fanatismus und Intoleranz. Ihre religiösen Führer bestärken in den Menschen das Gefühl, besser zu sein als Menschen anderer Religionen. Die Menschen des Weltmenschenvereins hingegen gehören vielen Religionen an – und sie setzen sich dafür ein, dass jeder Mensch seine eigene Religion ausüben darf. Kein Mensch soll einem anderen verbieten, an das zu glauben, was er will. Sie sehen, dass im Kern jeder Religion nur Positives ist: die Liebe zur Welt, zu Gott und zu den Mitmenschen. Weltmenschen folgen in erster Linie ihrem eigenen Gewissen und setzen sich für das Gute in der Welt ein.
2. Welt-Nationalismus. Das Gefühl des Nationalismus hat vielen Ländern Schaden zugefügt durch Unverständnis, Streit und Kriege. Die Menschen des Weltmenschvereins sind hingegen Welt-Nationalisten – sie setzen sich für alle Menschen ein, gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Kultur.
3. Welt-Demokratie. In der Welt gibt es verschiedenste, zum Teil brutale und diktatorische Herrschaftsformen. Der Weltmenschverein setzt sich dafür ein, dass die Grundsätze von Demokratie und Menschenrechten in die Verfassungen aller Länder aufgenommen werden. Dazu wird eine eigene Welt-Verfassung erarbeitet, welche von den einzelnen Staaten auf freiwilliger Basis und schrittweise übernommen werden kann.
4. Welt-Sprache Weil die meisten Menschen sich aufgrund der vielen verschiedenen Sprachen gegenseitig nicht verstehen können, entsteht viel Unsicherheit und Angst voreinander. Viele Vorurteile und Kriege haben hier ihre tiefere Ursache. Weltmenschen setzen sich deshalb für eine einzige Weltsprache ein, die von allen Menschen gesprochen und verstanden wird. Dadurch wird das Positive und Verbindende zwischen den Menschen gefördert, und die negativen Vorurteile vor einander werden kleiner.
5. Welt-Frieden Auf der Welt gibt es viel Gewalt von Menschen gegen Menschen: in der Familie, in der Gesellschaft, im Staat und zwischen Staaten. Weltmenschen setzen sich stets für den Frieden ein, und stehen wie eine Mauer gegen Ungerechtigkeit und Gewalt - insbesondere gegen große Armeen und Waffensysteme auf der Erde und im All.
6. Welt-Gesundheit Die Reinheit von Wasser, Luft und Erde ist essenziell für die Gesundheit aller Menschen. Weltmenschen setzen sich für den Schutz der Umwelt, für gesunde Lebensmittel und Wasser ein, sowie für ein Gesundheitssystem, das den Menschen in seiner Gesamtheit ernst nimmt.
7. Welt-Technologiekontrolle Die Technologie bestimmt immer stärker das Leben der Menschen. Aber nicht alles, was machbar ist, ist auch gut für die Menschen. Die Weltmenschen setzen sich für eine starke Kontrolle von Technologien ein, insbesondere Atomkraft, Gentechnologie und Daten-Vernetzung. Die Technologie dient dem Menschen, und nicht der Mensch der Technologie.
|

Memet Zeki Metin: Dünya Insani Birligi
|
|
8. Welt-Gerechtigkeit Wissen, Geld und Nahrung sind auf der Welt sehr ungleich verteilt. Weltmenschen setzen sich dafür ein, dass alle Menschen auf der Welt genug Mittel zum Leben haben. Sie geben den Bedürftigen in ihren Heimatländern und weltweit gerne von ihrem Überfluss. Dazu wird unter anderem ein nicht-kommerzieller Fonds eingerichtet, welcher ärmere Ländern bei ihrer Entwicklungsarbeit unterstützt.
9. Welt-Geschwisterlichkeit Alle Menschen sind gleich an Wert, egal welcher Hautfarbe, Kultur, Sprache, Geschlecht, Gesundheit, Alter, Gesellschaftsposition oder Religion. Weltmenschen behandeln andere Menschen stets mit Liebe, Brüderlichkeit und Toleranz.
10. Welt-Feiertag Jährlich wird jeweils am 10. November ein Festtag gefeiert, an dem alle Menschen gemeinsam Geschwisterlichkeit, Vergebung und Nächstenliebe feiern und leben. Für Weltmenschen ist dieser Tag etwas ganz Besonderes: Es ist der Tag, um die Mitmenschen um Vergebung zu bitten, Streit zu beenden, anderen zu helfen und sich zu freuen. Der erste Welt-Feiertag wird im Jahr 2007 in Wien stattfinden, der nächste 2008 in Istanbul. In jedem darauffolgenden Jahr findet das Fest in einem neuen Land statt.
Statuten des Weltmenschvereins: statuten081104.pdf [106 KB]
|